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Ablauf

Reihenfolge der Anmeldung:

1. Anmeldung des Wohnsitzes in Österreich beim zuständigen Gemeindeamt oder Magistrat. Mitzubringen sind: Meldezettel, der vom Unterkunftsgeber unterschrieben sein muss und gültiger Reisepass.

2. Gewerbeanmeldung. Die Gewerbeanmeldung erfolgt in manchen Bundesländern direkt in der Wirtschaftskammer und in manchen Bundesländern beim zuständigen Magistrat bzw. der Bezirkshauptmannschaft. Wenn die Betreuungsperson ihr Gewerbe persönlich beim Gründer-Service (Regional- bzw. Bezirksstelle der Wirtschaftskammer Ihres Bundeslandes) anmeldet, erspart sie sich damit die Anmeldegebühren von ca. EUR 70.

Die Gewerbebehörde führt die Meldung bei der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft und beim Finanzamt durch.

In der Steiermark übernimmt die Agentur die Gewerbeanmeldung der Betreuungspersonen.

Mit der Gewerbeanmeldung werden die Betreuungspersonen Mitglieder in der Wirtschaftskammer mit entsprechender Beitragspflicht (Höhe abhängig vom Bundesland: EUR 40 bis 138 / Jahr. Die Kammerumlage bezahlen die Betreuungspersonen selbst.

Zur Gewerbeanmeldung braucht man folgende Unterlagen:

  • Gültigen Reisepass
  • Meldezettel
  • Strafregisterbescheinigung (Original und beglaubigte Übersetzung)

 

Abmeldung (bei Wechsel):

Fährt die selbständige Betreuungsperson heim, muss sie sich beim Meldeamt abmelden und beim Gewerbeamt ihr Gewerbe ruhend melden, damit für diese Zeit SV-Pflicht nicht weiter besteht. Wenn sie wieder kommt, muss sie sich erneut anmelden. Die Agentur übernimmt die An- und Abmeldung bei der WKO.

Es ist möglich, dass die Betreuungspersonen länger als 3 Monate bleiben. Hier wäre zu beachten, dass ab einem Jahreseinkommen von mehr als EUR 11.000,- die Einkommenssteuer zum Tragen kommt.

Alle Betreuungspersonen, die länger als 3 Monate in Österreich bleiben, müssen vor Ablauf dieser Frist bei der Bezirksverwaltungsbehörde die Anmeldebescheinigung beantragen.  Diese gilt unbefristet. Dazu braucht die selbständige Betreuerin:

  • Werkvertrag als Nachweis des monatlichen Einkommens
  • Gewerbeschein
  • E-Card der SVA der gewerblichen Wirtschaft
  • Versicherungsbestätigung
  • Meldezettel
  • Passfoto
  • Reisepass

Förderung der 24-Stunden Betreuung

Ab der Pflegestufe 3 ist es möglich eine Förderung zu beantragen. Folgende Anforderungen müssen erfüllt sein:
  • Betreuungsbedürftige Person muss rund um die Uhr betreut werden
  • Pflegegeld ab Stufe 3 beziehen
  • Das monatliche Nettoeinkommen darf EUR 2.500,- nicht übersteigen
  • Die Betreuungsperson muss eine theoretische Ausbildung, die im Wesentlichen derjenigen eines/r Heimhelfers/in entspricht, nachweisen oder es muss eine fachspezifische Ermächtigung der Betreuungsperson (z.B., durch den Hausarzt) zu pflegerischen Tätigkeiten vorliegen.
Für eine selbständig erwerbstätige Betreuungsperson beträgt der Zuschuss EUR 275 monatlich.